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Über das Anstaltspsychiatriewesen am Ende des Zweiten Weltkriegs spricht in einem Vortrag Prof. Dr. Maike Rotzoll, Medizinhistorikerin an der Universität Marburg. Darin wird sie insbesondere darauf eingehen, wie ein System, das unter dem NS-Regime zur massenhaften Ermordung von Patienten missbraucht wurde, nach dem Untergang des Dritten Reiches fortbestehen konnte. Ihr Beitrag ist Teil der Ruperto Carola Ringvorlesung „1945: Epochenschwelle und Erfahrungsraum“, mit der die Universität Heidelberg an das Kriegsende in Europa vor 80 Jahren – an den historischen Wendepunkt am 8. Mai 1945 – erinnern möchte.