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MASI Lugano – Ausstellungsprogramm 2023

von redaktion

Das MASI Lugano stellt das Programm 2023 vor: Die neue Saison beginnt mit einer Einzelausstellung von Werner Bischof – einem der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts – und wird fortgesetzt mit zeitgenössischer Malerei der Künstlerin Rita Ackermann. Mit den Ausstellungen von Hedi Mertens und Alexej von Jawlensky präsentiert das MASI zwei historische Positionen, die im Tessin in verschiedenen Zeiträumen und unter unterschiedlichen Voraussetzungen ein ideales Umfeld für die Ausarbeitung ihres Werks gefunden haben. Im Sommer 2023 beherbergt der Palazzo Reali eine Ausstellung mit Arbeiten der Gewinnerin/des Gewinners des „Bally Artist Award 2023“ und im Herbst ist eine grosse Ausstellung mit Meisterwerken aus der Graphischen Sammlung der ETH Zürich zu sehen.

Die Collezione Giancarlo e Danna Olgiati, die zum Netzwerk des MASI Lugano gehört, präsentiert im Frühjahr eine Ausstellung mit dem Titel „At the Studio“ mit einer breiten Auswahl von kürzlich erworbenen Arbeiten. Im Herbst eröffnet eine Ausstellung über zwei der wichtigsten italienischen Künstler des 20. Jahrhunderts:  Giacomo Balla und Piero Dorazio.

Das MASI eröffnet die Saison 2023 mit Werner Bischof (Zürich, 1916 – Trujillo, Peru, 1954), einem der grossen Meister der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung „Unseen Colour“ erkundet mit ca. 100 nie zuvor publizierten Fotografien, die von 1939 bis Mitte der 1950er-Jahre entstanden sind, das unbekannte farbige Werk des Schweizer Fotografen. Die Ausstellung lädt ein zu einer Reise durch die von Bischof besuchten und erlebten Welten und deckt zwischen Sachfotografie und Reportage, das gesamte Spektrum seines fotografischen Schaffens ab.

Die zweite Ausstellung des Jahres 2023 blickt auf die zeitgenössische Malerei. Das MASI präsentiert unter dem Titel „Hidden“ die bis anhin grösste retrospektive Ausstellung von Rita Ackermann (Budapest, 1968; lebt und arbeitet in New York). Im Mittelpunkt des Ausstellungsprojekts steht eine Auswahl von neueren Gemälden, die mit dem in den 1990er Jahren entstandenen Frühwerk der Künstlerin verbunden sind. Gezeigt werden zirka 50 Arbeiten und Zeichnungen, die in den vergangenen 30 Jahren in New York City entstanden sind.

Die Ausstellung mit Arbeiten von Hedi Mertens widmet sich der konkreten und konstruktiven Kunst und vermittelt einen Einblick in das Werk und das einzigartige Leben einer Künstlerin, die im Tessin günstige Bedingungen für die Entwicklung ihrer Kunst vorfand. Mertens (Sankt Gallen, 1893 – Carona, 1982) begann ihre Karriere als Künstlerin in den 1960er Jahren im vorgerückten Alter. Rasch erarbeitete sie sich in knapp zwanzig Jahren – auch dank des intensiven Austauschs mit Vertreterinnen und Vertretern der konkreten Kunst in Zürich wie Max Bill, Camille Graeser, Verena Loewensberg und Richard Paul Lohse – ein starkes und eigenständiges künstlerisches Vokabular. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Haus Konstruktiv in Zürich.

Alexej von Jawlensky in Ascona „…die drei interessantesten Jahre meines Lebens…“ lautet der Titel der Ausstellung, die den Aufenthalt des russischen Künstlers im Tessin nachzeichnet. Alexej von Jawlensky (Toržok, 1864 – Wiesbaden, 1941) gehörte zu den Gründern der Neuen Künstlervereinigung in München und war Mitglied des Blauen Reiters. Nach dem Ausbruch der Ersten Weltkriegs verliess er überstürzt Deutschland und erreichte, nach Aufenthalten an mehreren Orten in der Schweiz, Ascona. Die dort verbrachten Jahre haben seine künstlerische Entwicklung entscheidend geprägt. An den Ufern des Lago Maggiore verfestigte sich seine persönliche Bildsprache, in der sich die leuchtenden Farben und die scharfen Linien des Expressionismus mit den vereinfachten Formen und der chromatischen Transparenz der Abstraktion vereinen.

 

https://www.masilugano.ch

Medienmitteilung

Für weitere Informationen (Medien):

Agata Dianiskova, Projektkoordination MASI Lugano, c/o Gretz Communications AG,

Zähringerstrasse 16, 3012 Bern, Tel. 031 300 30 70

E-Mail: info@nospam-gretzcom.ch

Beitragsbild: © Werner Bischof Estate/Magnum Photos

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