Home Konsum Von Diabetes bis Hypogonadismus: Selbsthilfe berät Betroffene!

Von Diabetes bis Hypogonadismus: Selbsthilfe berät Betroffene!

von redaktion

In der westlichen Welt hat sich durch veränderte Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel die Zahl der Erkrankten an einem Metabolischen Syndrom in den letzten Jahren deutlich erhöht. Viele Betroffene leiden nicht nur unter Bluthochdruck, sondern auch vermehrt an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhten Harnsäurewerten, Adipositas (krankhaftes Übergewicht) und Fettstoffwechselstörungen wie Hypercholesterinämien. Gleichzeitig gibt es auch eine beträchtliche Verbreitung von hormonellen Erkrankungen wie etwaigen Störungen der Schilddrüse mit einer Unter- oder Überfunktion, die erheblichen Einfluss auf Physiologie und Psychologie des Menschen haben. Daneben sind in unserer heutigen von Zeitmangel und Hektik geprägten Gesellschaft auch immer öfter Probleme der Nebenniere zu beobachten, die unsere Stresshormone (beispielsweise Adrenalin und Cortisol) regulieren. Und nicht zuletzt beklagen Männer wie Frauen wachsende Schwierigkeiten mit Wechseljahren oder sexuellen Dysfunktionen. Neben Mangelerscheinungen wie dem Hypogonadismus (vornehmlich ein Defizit am männlichen Geschlechtshormon Testosteron), ausgelöst durch Funktionserkrankungen an den Hoden oder durch unzureichende Produktion von regulierenden Botenstoffen in Hypophyse und Hypothalamus (Hirndrüsen), können durchaus auch psychogene Faktoren das Liebesleben beeinflussen und stehen in Wechselwirkung mit den hormonellen Zentren des Körpers. Die Konsequenz können beispielsweise Osteoporose oder Depressionen sein, oftmals aber auch anhaltende Erschöpfungszustände, Minderung der Muskelmasse oder Einlagerung von Fett. Insgesamt gehen mit hormonellen und Stoffwechselstörungen auch kardiovaskuläre Risiken, beispielsweise für Herzinfarkt, Thrombosen oder Schlaganfälle, schleichend einher.

Aufgrund der Bedeutung dieser Krankheiten bietet die Selbsthilfeinitiative in Konstanz nach Ende der Corona-Maßnahmen wieder einen entsprechenden Erfahrungsaustausch für Betroffene und Angehörige an. „Bis sich eine ausreichende Zahl an Teilnehmern für regelmäßige Zusammenkünfte einer Gruppe gefunden haben, setzen wir auf die bewährte Mailberatung“, erklärt der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle, in einer entsprechenden Aussendung – und fügt an: „Schwerpunkte sind dabei die Themen Ernährung, psychosoziale Unterstützung und Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung“. Der 37-jährige Berater ist in all diesen Bereichen entsprechend aus- und fortgebildet, gleichsam aber auch von Diabetes, Hypothyreose, Hypogonadismus, Adipositas und Hyperlipidämie selbst betroffen. „Insofern kann ich aus meiner Qualifikation und vormals beruflichen Tätigkeit profitieren, aber auch aus dem eigenen Umgang mit hormonellen und Stoffwechselerkrankungen. Gerade aus dieser Situation heraus ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir die Entstigmatisierung der Betroffenen konsequent vorantreiben, denn in den seltensten Fällen ist man selbst an einer Krankheit schuld. Die Vorurteile gegenüber beleibten Menschen sind weiter immanent. Gleichzeitig sollten sie für ihre Situation und mögliche Ursachen oder Folgen sensibilisiert werden, damit sie rechtzeitig intervenieren können. Daneben müssen ihnen umfassende Behandlungsangebote aufgezeigt werden, aber auch praktische Alltagstipps zum Handling der Krankheit. Insofern verstehen wir uns als Ratgeber und Orientierungshilfe, die begleitend und ermutigend wirkt“, sagt der Konstanzer Gruppenleiter.

Er weist abschließend auf die kostenlose Beratung hin, die auch überregional in Anspruch genommen werden kann: info@nospam-selbsthilfe-riehle.de. Hierbei kann keine fachkundige Konsultation, Betreuung und Therapie durch medizinische oder psychologische Fachkräfte ersetzt werden. Stattdessen versteht sich die freiwillige Dienstleistung als ergänzende Möglichkeit der Selbsthilfe, für deren Auskünfte Haftung ausgeschlossen ist und die alle vorgegebenen Regelungen zum Datenschutz und zur Verschwiegenheit einhält. Sie ist keine Rechtsberatung und nicht verbindlich.

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