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Wanderausstellung und Broschüre zeigen Visionen für eine nachhaltige Lausitz

von redaktion



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06.05.2022 10:05

Wanderausstellung und Broschüre zeigen Visionen für eine nachhaltige Lausitz

Wie kann sich die Lausitz bis zum Jahr 2050 entwickeln – ohne Kohlebergbau und stattdessen ökologisch nachhaltig und lebenswert für die Menschen vor Ort? Dieser Frage widmete sich im vorigen Jahr das Planungslabor „Raumbilder Lausitz 2050“. Vier interdisziplinäre Teams haben ihre Visionen für die Region im Strukturwandel als vielschichtige Raumbilder gestaltet. Noch bis 31. Mai zeigt das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in der Kulturfabrik Hoyerswerda die Ergebnisse in einer Ausstellung. Sie sind außerdem in einer Broschüre nachzulesen.

Visionen, Gedankenexperimente, Denkanstöße – das sollen die „Raumbilder Lausitz 2050“ sein und bieten. Sie zeigen auf, wie viele Potenziale in der Lausitz stecken und welche Rolle regionalplanerische Strategien für die Gestaltung des regionalen Strukturwandels spielen können. Vier Planungsteams aus dem In- und Ausland sowie zahlreiche Expertinnen und Experten waren eingeladen, im Rahmen des Planungslabors „Raumbilder Lausitz 2050 – Nachhaltige Transformation entwerfen“ Denkansätze und Visionen für die Zukunft der Lausitz zu gestalten, zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse machen die vielfältigen Möglichkeiten der Region sichtbar. Diese liegen nicht allein in ihren Klein- und Mittelstädten oder den landschaftlichen Besonderheiten wie Seen und teils raue Landschaft, sondern ebenso in den zahlreichen Initiativen, Netzwerken und engagierten Menschen sowie in traditionellen und neuen Technologien und Geschäftsideen. Die Raumbilder veranschaulichen, wie sich diese Potenziale aktivieren und verknüpfen lassen, um die Lausitz zu einer attraktiven Region weiterzuentwickeln und ein „gutes Leben“ nachhaltig zu fördern. Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai in der Kulturfabrik Hoyerswerda, Braugasse 1 zu sehen. Geöffnet ist sie von Montag bis Freitag jeweils 10 bis 18 Uhr und zu den Veranstaltungen in der Kufa. Der Eintritt ist frei. Danach geht die Ausstellung auf Wanderschaft. Auch interessierte Kommunen, Landkreise, Behörden oder Einrichtungen können sie ausleihen, um sie bei sich vor Ort zu zeigen.

Zusätzlich zur Ausstellung dokumentiert eine Broschüre den Entstehungsprozess der Raumbilder. Sie stellt Anliegen, Verfahren und Aufgabe des Planungslabors vor, gibt Analysen und Bilder in Auszügen wieder und lässt die vier Planungsteams ebenso wie die vielen darüber hinaus beteiligten Expertinnen und Experten zu Wort kommen. Die Broschüre steht im Internet in digitaler Fassung zur Verfügung.

Darüber hinaus dienen die Zukunftsvisionen als Grundlage für die weitere Strategieentwicklung in der Region. In einer ersten Transferwerkstatt kamen am 3. Mai 2022 Expertinnen und Experten aus Politik, Kommunalverwaltung sowie Regional- und Strukturplanung zusammen, um Umsetzungsmöglichkeiten der Raumbilder sowie eine stärker strategisch ausgerichtete und kontinuierliche Zusammenarbeit zur Strukturentwicklung der Lausitz zu diskutieren.

Hintergrund

Das Planungslabor „Raumbilder Lausitz 2050 – Nachhaltige Transformation entwerfen“ ist Teil des Forschungsprojektes „Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz“. Von März bis September 2021 haben vier interdisziplinäre Teams Visionen für eine nachhaltige integrative Entwicklung der Lausitz entworfen. Für die Teilnahme am Planungslabor wurden die Teams aus 24 nationalen und internationalen Bewerbungen ausgewählt.

Vor dem Hintergrund des angestrebten Kohleausstiegs befindet sich die Lausitz zum wiederholten Mal mitten in einem alle gesellschaftlichen Bereiche umfassenden Transformationsprozess. Im Zuge dessen sollen in diesem Projekt Herausforderungen und Potenziale dieses Prozesses für die Zukunft der Region kenntlich gemacht werden. Hierbei werden auf wissenschaftlicher Basis Vorschläge für die Organisation eines gelingenden Strukturwandels erarbeitet. Das Projekt geht unter anderem der Frage nach, inwiefern planerische Strategien und Visionen den Transformationsprozess in der Lausitz unterstützen können.

Das Projekt wird maßgeblich im Interdisziplinären Zentrum für transformativen Stadtumbau (IZS) bearbeitet, welches das Dresdner Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Görlitz gemeinsam mit dem Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau der Technischen Universität Dresden betreibt. Das Projekt hat eine Laufzeit von Oktober 2018 bis Januar 2023 und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Robert Knippschild, E-Mail: R.Knippschild@nospam-ioer.de
Jessica Theuner, E-Mail: J.Theuner@nospam-ioer.de


Originalpublikation:

Knippschild, Robert; Heuer, Antje; Matern, Antje; Theuner, Jessica (Hrsg.): Planungslabor Raumbilder Lausitz 2050 – Nachhaltige Transformation entwerfen. Ergebnisse. Dresden und Görlitz: IÖR, 2022.
https://transformation-lausitz.ioer.eu/fileadmin/user_upload/transformation-laus…


Weitere Informationen:

http://transformation-lausitz.ioer.eu/ – weitere Informationen zum Projekt
http://transformation-lausitz.ioer.eu/planungslabor/ – weitere Informationen zum Planungslabor „Raumbilder Lausitz 2050“


Anhang

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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Bauwesen / Architektur, Energie, Geowissenschaften, Gesellschaft, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch


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