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Vor dem Wellenberg

von redaktion

Haars FDP-Chef Siemsen zu einer massiven fünften Corona-Infektionswelle

Haar – Lkr. München/ Führende Virologen warnen, dass die Coronavirus-Variante Omikron nicht mehr aufzuhalten ist. Auch Haars FDP-Ortschef und Gemeinderat Dr. Peter Siemsen, der aktiv für das Impfen wirbt, sieht keine Möglichkeit, die Ausbreitung dieser neuen Mutation zu verhindern. Mit Blick auf Großbritannien lautet seine Einschätzung: „Omikron ist bei uns angekommen und wird voraussichtlich bereits in wenigen Wochen das Infektionsgeschehen dominieren.“

Angesichts der weiterhin zu niedrigen Impfquote sieht der promovierte Chemiker Deutschland für Omikron schlecht gerüstet. „Die bisherigen Mutationen werden erst ab einer Gesamtimpfquote von 80% in ihrer Ausbreitung spürbar gehemmt. Wie das Beispiel Dänemark zeigt, reicht das bei Omikron nicht aus“, so Siemsen. Er fordert daher beidhändiges Agieren. Neben dem Vorantreiben des Impffortschritts in allen Altersgruppen müsse die Politik sofortige Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten umsetzen. Die aktuell auch im Landkreis München sinkenden Infektionszahlen bezeichnet Siemsen als trügerisch: „Vergleicht man die Situation mit einem bevorstehenden Tsunami, dann beobachten wir gerade, dass sich das Wasser vor dem Auftürmen des großen Wellenbergs etwas zurückzieht.“ Der aktuelle Hinweis des Expertenrates auf eine mögliche Gefährdung der kritischen Infrastruktur durch die fünfte Welle mache aus seiner Sicht den Ernst der Lage deutlich.

Im Hinblick auf eine generelle Impfpflicht fordert der FDP-Politiker von der Bundespolitik eine transparente parlamentarische Debatte und Entscheidung, die vermittel- und umsetzbar ist. Denn: Pandemiebekämpfung sei eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur mit den Menschen gelinge und nicht gegen sie. „Um erfolgreich durch die fünfte Welle zu kommen, müssen wir alle an einem Strang ziehen“, richtet Siemsen seinen Appell auch an die Haarer Bevölkerung. Die von ihm empfohlene Infektionsschutzformel lautet auf den Namen des weißen Ritters GALAHAD: „Gemeinsamkeit und Achtsamkeit leben, Lüften, Abstand wahren, auf Hygiene achten, wo es eng wird im Alltag Maske tragen und Digitalisierung nutzen.“ Diese Gestalt der Artussage sollte auch außerhalb der politischen Gemeinde Haar die Runde machen, empfiehlt der FDP-Ortschef.

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