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Sind die Schweizer Betriebe bereit für die E-Mobilität?

von redaktion

Es geht um sehr viel Geld
In den heutigen Autos steckt sehr viel Schweiz. Das macht schon ein Blick auf die nackten Zahlen deutlich. Denn laut dem Industrieverband Swissmem gibt es hierzulande insgesamt 315 Unternehmen, die die Autohersteller weltweit beliefern. In manchen Fällen handelt es sich dabei um einzelne Drehteile, in anderen Fällen um komplette Sicherheitssysteme.
Dass es sich dabei um keine Randerscheinung der Schweizer Wirtschaft handelt, machen die nackten Zahlen sehr deutlich: Insgesamt geht es dabei um ein Volumen von jährlich mehr als 9 Milliarden Schweizer Franken.
Die Frage, die sich dabei stellt: Sind die Schweizer Betriebe gerüstet, um auch beim Umstieg auf das Elektroauto diese Wirtschaftsleistung zu erhalten beziehungsweise sogar noch auszubauen?

Ein Blick hinter die Kulissen
Wer diese Frage beantworten möchte, muss bei den einzelnen Betrieben ein wenig genauer hinsehen. Zu den größten Zulieferbetrieben der Automobilbranche in der Schweiz zählt beispielsweise Komax. Das Unternehmen baut Maschinen für die Kabelverarbeitung, die in den elektronischen Systemen von Autos und auch in der automatisierten Herstellung benötigt werden.
Da vor allem die Elektroautos robuste Hochspannungskabel benötigen, um die erforderliche Energie von den Akkus in den Motor zu leiten, dürfte das Unternehmen für die Zukunft gerüstet sein.
Bei Feintool werden Maschinen zum Feinschneiden und Umformen von Metall gebaut. Das aktuelle Geschäftsmodell ist hier noch stark auf den Verbrennungsmotor ausgelegt. Eine rasante Entwicklung des Elektroautos könnte für das Unternehmen so zum Problem werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass nicht auch Feintool noch rechtzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen reagieren und sich strategisch neu aufstellen kann.

Präzision ist immer gefragt
Eines wird sich in der Branche auch künftig nicht ändern. Bei der Herstellung von Teilen für ein Automobil ist unabhängig von der Antriebsart Präzision gefordert und genau hier hat sich die Schweiz in den letzten Jahrzehnten einen guten Ruf erarbeitet. Das stimmt optimistisch.

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