Home Wirtschaft Europäische Umweltagentur beklagt mehr als 53.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub: Deutsche Umwelthilfe fordert Filterpflicht für Holzöfen

Europäische Umweltagentur beklagt mehr als 53.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub: Deutsche Umwelthilfe fordert Filterpflicht für Holzöfen

von redaktion

(ots) –

Die Europäische Umweltagentur hat heute neue Daten zu Gesundheitswirkungen von Luftschadstoffen veröffentlicht. Demnach sterben jährlich in Deutschland 53.800 Menschen vorzeitig aufgrund der hohen Feinstaubbelastung.

Dazu erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH):

«Die neuen Zahlen der obersten EU-Umweltbehörde zeigen das Ausmaß des Scheiterns der bisherigen Luftreinhaltepolitik in Deutschland. Die derzeitige Belastung mit Stickstoffdioxid, aber vor allem auch mit Feinstaub, ist viel zu hoch und die deutschen Luftqualitätsvorgaben sind nicht ausreichend. Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert eine Absenkung des geltenden Grenzwertes für feine Partikel in der Außenluft auf ein Fünftel der aktuellen Vorgaben. Laut Europäischer Umweltagentur hätten hierzulande bei Einhaltung der WHO-Empfehlung mindestens 26.800 vorzeitige Todesfälle vermieden werden können. Die Ampel-Parteien müssen die nationalen Grenzwerte für Feinstaub daher schnellstmöglich an die Empfehlungen der WHO anpassen. Das hatten die Grünen 2019 noch selbst im Bundestag gefordert. Als Sofortmaßnahme fordern wir eine Filterpflicht für alle mit Holz betriebenen Kaminöfen beziehungsweise Heizungen. Das Heizen mit Holz verursacht aktuell mehr Feinstaub als die Motoren von Pkw, Lkw und Bussen zusammen, seit die DUH für diese Fahrzeuge den Dieselpartikelfilter durchgesetzt hat. Holzöfen sind damit eine zentrale Quelle für hohe Feinstaubbelastung gerade in der gesundheitlich besonders problematischen kalten Jahreshälfte. Wir fordern die Länder und Kommunen auf, zum Beispiel über örtliche Satzungen entsprechende Auflagen zu erlassen. Auch angesichts der derzeit wieder steigenden Corona-Fälle müssen wir die gesundheitsschädliche Belastung unserer Atemluft dringend verringern.»

Mit der Mitmach-Aktion «Kein Ofen ohne Filter» ruft die DUH zudem alle Bürgerinnen und Bürger auf, mit individualisierten Musterschreiben bei ihren Kommunen eine Filterpflicht für Holzöfen zu beantragen.

Links:

– Mitmach-Aktion «Kein Ofen ohne Filter»: https://www.duh.de/cleanheat/kein-ofen-ohne-filter/
– Zur Pressemitteilung der Europäischen Umweltagentur: https://www.eea.europa.eu/highlights/cleaner-air-could-have-saved
– Fragen und Antworten zu Holzfeuerung: https://www.duh.de/cleanheat/

Pressekontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch(at)duh.de

Patrick Huth, Projektmanager Verkehr und Luftreinhaltung
030 2400867-77, huth(at)duh.de

DUH-Newsroom:

030 2400867-20, presse(at)duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,
www.linkedin.com/company/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.11.2021 – 00:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1940677
Anzahl Zeichen: 3000

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Kategorie:

Diese Pressemitteilung wurde bisher 115 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
«Europäische Umweltagentur beklagt mehr als 53.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub: Deutsche Umwelthilfe fordert Filterpflicht für Holzöfen«
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsche Umwelthilfe e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG – TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

– Bei Koalitionsverhandlungen muss neben Klimaschutz auch Erhalt der biologischen Vielfalt Priorität haben – Verbände fordern zusätzlich mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr für Naturschutz – Moore, Wälder und Gewässer müssen groß …
– DUH hatte im Sommer 2021 an 15 Standorten Methan-Lecks an Erdgasanlagen nachgewiesen – Abfrage der DUH zeigt: Zuständige Überwachungsbehörden waren weder über Methan-Lecks informiert, noch führen sie bislang eigene Messungen durch – DU …
+++ Korrektur: Die Zahl 2047 bezieht sich auf das von SPD und Grünen angestrebte Ökolandbauziel von 30 Prozent. Das EU-Ökolandbauziel von 25 Prozent würde Deutschland erst 2040 erreichen. +++ – Neue Berechnungen der DUH zeigen: Deutschland …

Alle Meldungen von Deutsche Umwelthilfe e.V.

You may also like

Hinterlasse einen Kommentar