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Chinesische Geistergeschichten

von redaktion

Neuerscheinung: Die schöne Füchsin

Geistergeschichten haben in China eine lange Erzähltradition. Sie berichten von allerlei merkwürdigen Ereignissen und insbesondere von der Begegnung zwischen Geistern und Menschen.
Auch heute begegnet man in China noch der Geisterwelt – vor allem im 7. Mondmonat, dem sogenannten “Geistermonat”. Der Vorstellung nach besuchen zu dieser Zeit die Verstorbenen aus der Unterwelt die Hinterbliebenen.
In welch vielfältigen Gestalten – ob als Fuchsgeist, Fischgeist oder Schlangengeist – und mit welchen Absichten sich die Verstorbenen unter uns Menschen mischen, erzählt das Autorentrio Wang Min, Franz König und Felix Winter in dem Titel «Die schöne Füchsin. Chinesische Geistergeschichten».
Das Buch erscheint im Herbst 2021 im Drachenhaus Verlag.

GEISTER-EROTIK
Wenn sich in China Geister aus der Unterwelt zu den Menschen gesellen, geht es zwar manchmal gruselig zu, aber oftmals auch recht heiter und nicht selten sogar pikant, denn zwischen den beiden Welten können sich hocherotische Beziehungen entwickeln – insbesondere wenn Fuchsgeister im Spiel sind.
Manche Elemente dieses alten Volksglaubens sind bis heute – etwa in Bestattungsritualen und der Ahnenverehrung – lebendig, und natürlich in der Tradition des chinesischen Geisterfests.

DIE TOTEN ZU GAST
Das Geisterfest wird zu Vollmond im siebten Monat des traditionellen chinesischen Mondkalenders gefeiert. Der Vorstellung nach kommen die verstorbenen Verwandten zu dieser Zeit des Jahres zu Besuch, schwimmende Papierboote und Laternen sollen ihnen den Weg zu ihren Familien weisen. Da man annimmt, dass sie nach der langen Reise hungrig sind, stellt man ihnen Obst und Teller mit Essen bereit.
Tote ohne Nachkommen versucht man durch festliche Aktivitäten bei Laune zu halten, da sonst die Gefahr besteht, dass ihre umherirrenden Seelen Schabernack treiben.
Heute ist aus dem traditionellen Fest eine chinesische Halloween-Variante geworden. Es ist vor allem bei Jugendlichen, die sich zu diesem Anlass gerne schaurig verkleiden, sehr beliebt.

GESCHICHTEN AUS DER SCHATTENWELT
Für die Neuerscheinung «Die schöne Füchsin» hat das Autorentrio Wang Min, Franz König und Felix Winter 22 Erzählungen aus der chinesischen Schattenwelt gesammelt, neu erzählt und mit erklärenden Kommentaren versehen.
Den Hintergrund der Geschichten bilden die alten Vorstellungen vom Schicksal der Seelen nach dem Tod, ihrem Aufenthalt in der Unterwelt und ihrer Wiedergeburt. Bei der kurzweiligen Lektüre der Geistergeschichten erfährt man daher auch viel über den chinesischen Volksglauben, der die chinesische Mentalität bis heute entscheidend mitprägt.
Für alle, die gerne lesen, vorlesen oder sich eingehender mit Chinas mythologischer Vergangenheit befassen wollen!

Zum Inhalt:
Geistergeschichten haben in China eine lange Erzähltradition. Sie berichten von allerlei merkwürdigen Ereignissen und insbesondere von der Begegnung zwischen Geistern und Menschen. Dabei geht es zwar manchmal gruselig zu, aber oftmals auch recht heiter und nicht selten sogar pikant, denn zwischen den beiden Welten können sich hocherotische Beziehungen entwickeln – insbesondere wenn Fuchsgeister im Spiel sind.
Den Hintergrund der Geschichten bilden die alten Vorstellungen vom Schicksal der Seelen nach dem Tod, ihrem Aufenthalt in der Unterwelt und ihrer Wiedergeburt. Bei der kurzweiligen Lektüre der Geistergeschichten erfährt man daher auch viel über den Volksglauben im alten China, von dem manche Elemente bis heute – etwa in Bestattungsritualen und der Ahnenverehrung – eine Rolle spielen.
In diesem Band sind 22 Geschichten neu übersetzt und nacherzählt. Zum tieferen Verständnis ist ein Nachwort beigefügt, in dem die Welt der chinesischen Geister und Götter erklärt und kulturelle Hintergründe von Geistergeschichten dargestellt werden.

Die Autoren:

Felix Winter
Psychologe, Erziehungswissenschaftler, Märchenexperte
›Vor der Arbeit an diesem Buch wusste ich noch kaum etwas über China und seine Märchen- und Götterwelt, aber die Beschäftigung damit hat mich gepackt und dazu geführt, dass ich mir eine kleine Bibliothek einschlägiger Literatur und auch einige der klassischen Romane zugelegt und einverleibt habe. Das hat mir viel Freude bereitet. Es war spannend, sich auf unbekanntes, aber definitiv schönes Gebiet vorzuwagen. Allerdings vermute ich, dass ich bislang erst ein paar einzelne, herausragende Punkte im weiten Gelände zu sehen bekommen habe. Immerhin konnte ich aber im Vergleich zur europäischen Märchenwelt Unterschiede und Ähnlichkeiten feststellen, die mir auffällig waren. Und zum Glück konnte ich meine Vermutungen und Einsichten jeweils von Min Wang prüfen lassen.‹
Kontakt: felix_winter@nospam-bitel.net

Min Wang
Germanist, emeritierter Professor der Nanking Universität
›Während meiner Studienzeit und Lehrtätigkeit als Linguistik- Professor an meiner Heimatuniversität habe ich zwar publiziert, aber nie ein literarisch-erzählendes Werk verfasst. Von Franz König ermutigt, habe ich 22 repräsentative Mythen und Märchen, die ich in meiner Kindheit bzw. Jugend gehört, gelesen und gern nacherzählt habe, auf Deutsch niedergeschrieben. In diesem Sinne kann Franz König als der geistige Vater des Buches gelten. Als Nicht-Muttersprachler mangelt es mir aber manchmal an Gefühl für die Finessen der deutschen Sprache und ich benutzte ungebräuchliche oder altmodische Formulierungen. Glücklicherweise standen mir Franz König und Felix Winter als Sprachwissenschaftler und Märchenexperte permanent zur Seite. Sie überarbeiteten die Texte und gaben mit in Hinblick auf die Erzählweise gute Ratschläge. Felix Winter und ich haben zu jedem Text Hintergrundinformationen verfasst, die einem tieferen Verständnis der Texte und ihrer kulturellen Bedeutung dienen.‹
Kontakt: mindrwang@nospam-hotmail.com

Franz König
Germanist, Historiker
›Auf meiner Chinareise im September 2016 von Chengdu über Wudangshan, Hangzhou und Suzhou nach Shanghai hatte ich das große Vergnügen, Prof. Wang kennenzulernen. Als zweisprachiger Führer unterhielt uns Min Wang regelmäßig mit verschiedensten Erzählungen aus dem unerschöpflichen Schatz der chinesischen Kultur. Faszinierend war für mich der Gegensatz zwischen der teilweise völlig andersartigen Figuren- und Mythenwelt und den immer wieder aufblitzenden Parallelen zu den abendländischen Götter- und Heldensagen. Das war eine enorme Bereicherung, da mich seit meiner Kindheit eine große Begeisterung für Mythologie gepackt hatte. Min Wangs höchst unterhaltsame Erzählweise brachte mich als Germanist und Historiker auf die Idee, ihm vorzuschlagen, eine Sammlung seiner Erzählungen zu publizieren. Erfreulicherweise konnte ich Felix Winter als profunden Kenner europäischer Märchenliteratur für die Mitarbeit gewinnen.‹
Kontakt: koenig@nospam-bluewin.ch

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