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Millionenschwere Förderung für forschende Fachärztinnen und Fachärzte der Würzburger Universitätsmedizin

von redaktion



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15.04.2021 15:34

Millionenschwere Förderung für forschende Fachärztinnen und Fachärzte der Würzburger Universitätsmedizin

Das Programm INTERACT der Würzburger Universitätsmedizin will die Forschungsmöglichkeiten für Fachärztinnen und Fachärzte, die gleichzeitig auch Patienten betreuen, verbessern. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben in den kommenden fünf Jahren mit jährlich 1,5 Millionen Euro.

Ärztinnen und Ärzte, die forschen und gleichzeitig patientennah tätig sind, heißen Clinician Scientists. Sie sind wesentliche Leistungsträger, wenn es darum geht, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Labor ans Krankenbett und zurück zu bringen. Allerdings wird die Tätigkeit von Clinician Scientists oftmals als wenig attraktiv empfunden, da die Gleichzeitigkeit von Forschung und ärztlicher Behandlungstätigkeit zu einer erheblichen Mehrbelastung führt und zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert. Außerdem gibt es für sie momentan (zu) wenig Karriereperspektiven und Zielpositionen.

Würzburg einer von bundesweit acht geförderten Uni-Standorten

Um die Situation von in ihrer Karriere bereits fortgeschrittenen (engl. advanced) Clinician Scientists zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit Programme, die wissenschaftlich tätigen Fachärztinnen und Fachärzten an Universitätsklinika bessere Rahmenbedingungen verschaffen. In einem hochkompetitiven Auswahlverfahren unter 29 Bewerbern konnte sich das Advanced-Clinician-Scientist-Programm „INTERACT – Interfaces in translational Research“ der Würzburger Universitätsmedizin als einer von acht deutschen Universitätsstandorten für die Förderung qualifizieren.

Geschützte Zeiten für Forschung, klare Karrierewege

Gestellt worden war der Förderantrag von Prof. Dr. Stefanie Hahner, Prodekanin für Nachwuchs- und Frauenförderung, und Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg sowie von Prof. Dr. Nicolas Schlegel und Prof. Dr. Matthias Goebeler vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) Würzburg. Prof. Hahner erläutert: „INTERACT bietet Fachärztinnen und -ärzten in einem strukturierten mehrjährigen Programm geschützte Zeiten für Forschung sowie klare Karrierewege, die zu verschiedenen beruflichen Zielpositionen wie zum Beispiel Professuren führen“. Zusätzlich lege das Programm großen Wert auf Gleichstellung, transparente Zugangsvoraussetzungen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie überregionale wissenschaftliche Vernetzung.

Ein wichtiger Baustein der Nachwuchsförderung

„INTERACT bildet einen wichtigen Baustein für die Nachwuchsförderung in der medizinischen Forschung an der Medizinischen Fakultät und am Universitätsklinikum Würzburg – und fügt sich nahtlos in die Reihe der bereits etablierten Clinician-Scientist-Programme der Medizinischen Fakultät ein“, betont Prof. Frosch. Momentan werden bereits 43 Clinician Scientists sowie vier Advanced Clinicians Scientist am Universitätsklinikum Würzburg in strukturierten Programmen gefördert. Die jetzt der Würzburger Universitätsmedizin zugesagte BMBF-Förderung hat einem Umfang von jährlich 1,5 Millionen Euro – und das für die kommenden fünf Jahre. Damit können Advanced Clinician Scientists bei Personal-, Sach- und Reisekosten sowie durch gezielte Karrierefördermaßnahmen unterstützt werden.

Kontakt:
Universitätsklinikum Würzburg
IZKF-Geschäftsstelle
Tel: 0931/201-56431
E-Mail: izkf@nospam-ukw.de
www.med.uni-wuerzburg.de/izkf


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Kooperationen, wissenschaftliche Weiterbildung
Deutsch


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