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Raus aus dem „Homeoffice“ und rein in den Arbeitsraum Natur – Eine gesunde Alternative

von redaktion

Die Homeoffice-Verordnung ist unter den derzeitigen Umständen mehr als sinnvoll. Arbeiten im Homeoffice ist für uns Menschen seelisch sowie körperlich allerdings unheimlich anstrengend. Es fehlt jegliche Reflexion, es fehlt ein persönlicher Austausch, es fehlt Nähe und Gemeinschaft und sehr vielen Menschen fehlt die Arbeit, weil das Homeoffice keine Dienstleistung am Menschen zulässt. So können auch Coaches, Therapeut:innen und Mentaltrainer:innen aktuell nicht wie gewohnt in Unternehmen tätig sein. Die Online-Alternative lässt sich bedingt bzw. nur als Ergänzung und Begleitung zu Präsenz-Beratungen nutzen.
Eine großartige Alternative bietet der Arbeitsraum Natur. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage, unsere Heimat, in der wir Jahrtausende gelebt haben. Wir sind als Menschen sowohl körperlich, geistig als auch seelisch an dieses Umfeld angepasst. Wir sind Natur. Ist es daher nicht erstaunlich, dass die beratende, coachende oder therapeutische Arbeit mit Menschen meist in geschlossenen Räumen durchgeführt wird, statt draußen unter freiem Himmel?
Woran liegt das? In Praxis- oder Seminarräumen ist alles vorab plan- und regelbar. Licht, Temperatur, Einrichtung und Farben können bestimmt werden. Doch gerade in der aktuellen Lage, mit dem neuen Wissen um Aerosole, Infektionsrisiko und Virenverbreitung ist der Arbeitsraum Natur mit all seinen fantastischen Möglichkeiten eine perfekte Alternative für den Zweig der beratenden und begleitenden Berufe. Und gerade weil dieser Arbeitsraum nur bedingt plan- und regelbar ist, steht er stets für neue Chancen und für Veränderung.

Arbeitsraum ohne Grenzen. Arbeit unter freiem Himmel
Im Arbeitsraum Natur ändert sich die Dynamik grundlegend. Denn sowohl die Klient:innen als auch die jeweiligen Prozessbegleitenden betreten einen Arbeitsraum ohne Grenzen, mit wenig Kontrollmöglichkeiten und viel Freiraum für Flexibilität. Die Arbeit unter freiem Himmel kann überraschend durch Wetter-, Licht-, Temperatur- oder sonstige unvorhersehbare Einflüsse verändert werden. Ablenkungen durch Passanten, durch Tiere, durch Geräusche können stören – oder hilfreich in den Prozess eingebunden werden. Man kann sich im unübersichtlichen Gelände verlaufen und sogar an die Grenzen der physischen Belastbarkeit geraten. Doch gerade damit wird allen Beteiligten ein spannender und inspirierender Weg mit vielfältigen positiven Effekten eröffnet.
Denken wir nur an die Vielfalt der Natur, an die Farbenpracht von Blüten, Blättern und Gräsern, an das Plätschern des Wassers, den Duft von Blumen, den Schatten unter Bäumen und den Wind in den Baumkronen. Naturmaterialien können uns ein vielfältiges Arbeitsmaterial für visuelle und haptische Darstellungen liefern. Das alles macht die Natur zu einem ganzheitlichen Erlebnis für die Sinne und zu einem sehr spannenden sowie gesundem Arbeitsplatz. Die positiven Wirkungen der Arbeit in, mit und durch die Natur wurden mittlerweile in vielen Studien belegt.

Die Natur zur echten Kollegin machen
Doch wie kann die Arbeit in der Natur auf ein wissenschaftliches Fundament gesetzt werden? Welche Methoden lassen sich im nicht planbaren und schützenswerten Outdoorbereich umsetzen?
Diesen Fragen sind vier erfahrene Spezialist:innen aus den Bereichen Naturcoaching, Naturtherapie und Naturmentaltraining auf den Grund gegangen. Eigene langjährige und vielfältige Erfahrungen ihrer Arbeit in der Natur wurden durch Interviews mit hochkarätigen Praxiserfahrenen ergänzt und wissenschaftlich bearbeitet. Zusammengefasst wurden diese Erkenntnisse in einem Fachbuch für Kolleg:innen aus verschiedensten Bereichen. Es ist das erste Werk, dass sich umfassend den drei Arbeitskonzepten Naturcoaching, Naturtherapie und Naturmentaltraining widmet und sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Erfahrung im professionellen Kontext vermittelt.

Das Kapitel „Die naturtherapeutische Triade Prozessbegleiter – Klient – Natur“ beschreibt, wie mühelos Coaching, Therapie oder Mentaltraining in der Natur vonstattengehen, wenn die Natur als Kollegin statt als Kulisse betrachtet wird. Aus der Dyade „Prozessbegleiter – Klient“ wird dabei die Triade „Prozessbegleiter – Klient – Natur“. In dieser finden die Klient:innen häufig wie von allein zu Klarheit, Kraft, Antworten und Lösungen.

Raus aus dem Alltag und rein in einen direkten Austausch mit Branchenkollegen
Die Autor:innen des Fachbuches „Arbeitsraum Natur“ sind Carsten Gans, Katja Dienemann, Anja Hume und André Lorino. Mit ihrem Fachbuch geben sie Interessierten für ihre beratende, coachende oder therapeutische Arbeit mit Menschen eine Orientierung, eine Erlebnismöglichkeit sowie Best-Practice-Methoden zum Arbeitsraum Natur an die Hand.

In fünf intensiven Tagen möchte das Autoren-Team nun die Inhalte des Fachbuchs für ein breiteres Fachpublikum auf einem kongressähnlichen Fortbildungsseminar erlebbar machen. Coaches, Therapierende, Beratende, Trainierende, Unternehmer:innen und alle, die das menschliche Wohlbefinden und die seelische Gesundheit in ihre Arbeit integrieren möchten, sind eingeladen. Die Intensivtage bestehen aus verschiedenen erlebnisorientierten und praktischen Workshops im herrlichen Odenwald. Besonderheiten, Alleinstellungsmerkmale und auch Schwierigkeiten des Arbeitsraums Natur werden erläutert, viele Übungen und Konzepte aus Naturcoaching, Naturtherapie und Naturmentaltraining werden vorgestellt und ausprobiert und es wird auch genug Raum geben, die eigene Arbeitsweise in die Natur zu transferieren.

So wird beispielsweise innerhalb der acht Workshops der Mehrwert des bereits erwähnten triadischen Arbeitens im Psychotop Natur so eindrücklich vermittelt, dass die Teilnehmenden diesen Ansatz nicht mehr missen möchten. Aus dem Bereich Naturmentaltraining werden wesentliche Elemente der Selbstmanagementmethode „Zürcher Ressourcen Modell“ behandelt und wie motivierende Ziele mithilfe eines Natursymbols entwickelt werden können.
Vor und nach den Praxisworkshops haben alle Teilnehmenden zahlreiche Gelegenheiten für die eigene persönliche Erholung und Entwicklung sowie zum Knüpfen von wertvollen Kontakten unter Gleichgesinnten. Dafür stehen gemeinsame Aktivitäten wie Bogenschießen, Achtsamkeitsübungen, Laufen, Kennenlern- und Netzwerkabende sowie Gespräche in geselliger Runde am Lagerfeuer auf dem umfangreichen Programm.
Interessierte für die Fortbildung „Intensivtage Arbeitsraum Natur“ können sich auf der Webseite intensivtage-arbeitsraum-natur informieren und anmelden.

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