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Perspektiven schaffen: Pro Helvetia passt ihre Förderung an

von redaktion

Am 16. März 2020 stufte der Bundesrat die Situation in der Schweiz erstmals als «ausserordentliche Lage» ein und beschloss den ersten Lockdown. Zwölf Monate später stecken zahlreiche Kunstschaffende immer noch in einem weitgehenden Berufsverbot fest – mit gravierenden Folgen für ihre künstlerische und wirtschaftliche Situation. Deshalb lanciert Pro Helvetia erneut zahlreiche spezifische Unterstützungsmassnahmen, um den Kultursektor in der aktuellen Transformationsphase gezielt zu unterstützen. Mit dem Massnahmenpaket «Bridges to the Future» passt die Stiftung einerseits bestehende Förderinstrumente den aktuellen Produktionsbedingungen an und lanciert andererseits zehn Ausschreibungen. Diese zielen insbesondere darauf hin, für Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten die Möglichkeit zu schaffen, ihre Praxis weiterzuentwickeln und den Herausforderungen der Zukunft anzupassen.

Die Massnahmen «Bridges to the Future» wollen neue Modelle der Verbreitung, der Sichtbarmachung und der Vernetzung im nationalen wie im internationalen Kulturmarkt stärken. Philippe Bischof, Direktor von Pro Helvetia, sagt:

«Kunst- und Kulturschaffende sind durch die Pandemie und ihre weitreichenden Folgen gezwungen, sich für die Zukunft zu rüsten. Vorübergehend ist der Kultursektor lokaler geworden, jetzt gilt es neue zukunftsorientierte Modelle der internationalen Zusammenarbeit und Vernetzung zu entwickeln. Während der Pandemie sind bereits zahlreiche Ansätze und Initiativen entstanden.»

«Bridges to the Future» knüpft an diesen Erfahrungen an, indem die verschiedenen Förderinstrumente insbesondere in die digitalen Kompetenzen von Kulturschaffenden sowie in hybride Formate investieren.

In den Sparten Design und Interaktive Medien beispielsweise unterstützt die Stiftung Kreativschaffende mit dem neuen «Digital Matchbox»-Format: Ausgewählte Studios erhalten die Gelegenheit, ihre Projekte via Online-Meetings Partnern aus der Industrie zu präsentieren oder mit Marketingstrategien neue Publika zu erschliessen. Im Bereich der Darstellenden Künste fördert Pro Helvetia neu auch digitale und hybride Produktionen und deren Tourneen. Literaturschaffende wiederum haben die Möglichkeit, Gesuche für die Realisierung digitaler Projekte zu stellen, die der Verbreitung der aktuellen Schweizer Gegenwartsliteratur dienen: Etwa in Form von Podcasts, digitalen Lesereihen oder Buchtrailern.

Mit «Bridges to the Future» führt die Stiftung ihre spezifische Unterstützung des Kultursektors während der Pandemie fort. Seit April 2020 lancierte sie zahlreiche Initiativen und Ausschreibungen, um Kunstschaffende während der Pandemie und in der gegenwärtigen Transformationsphase zu begleiten.

«Bridges to the Future»:
+ Überblick über alle Massnahmen
+ Illustration zum Download


Quelle:
Pro Helvetia
Schweizer Kulturstiftung
Hirschengraben 22
CH-8024 Zürich
www.prohelvetia.ch

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