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Rudi Cerne befürwortet Wiederaufnahme von Mordverfahren

von redaktion

(ots) – Rudi Cerne befürwortet Wiederaufnahme von Mordverfahren

„XY“-Moderator: Wer eine Tat begangen hat, sollte auch belangt werden – auch bei früherem Freispruch

Osnabrück. Rudi Cerne (61), Moderator der ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“, hat sich für die Wiederaufnahme von Mordprozessen trotz eines früheren Freispruchs ausgesprochen, wenn es neue Beweise gibt, die den Täter eindeutig überführen: „Wenn jemand zweifelsfrei eine Tat begangen hat, dann sollte er dafür auch belangt werden. Ganz gleich, ob er vorher schon mal von diesem Mordvorwurf freigesprochen wurde oder nicht“, sagte Cerne der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Er habe in den 18 Jahren, die er „Aktenzeichen XY“ moderiert, mitbekommen, wie sehr sich die DNA-Analysetechnik verbessert hat, betonte Cerne: „Am Anfang hieß es noch, man brauche schon ein Haar mit einer Wurzel – heute reicht eine einzelne Hautschuppe, um zweifelsfrei eine Spur herzustellen.“

Der „XY“-Moderator befürchtet auch eine weitere Zunahme der illegalen Versuche, Senioren um ihr Erspartes zu bringen: „Es wird nicht lange dauern, dann gibt es noch viel mehr alte Menschen, die zur Zielscheibe von solchen Verbrechern werden.“ Um den Schutz der Senioren zu verbessern, riet Cerne Verwandten zur Kontaktaufnahme mit deren Bank: „Vielleicht sollte man als Angehöriger, wenn man eine Vollmacht hat, mit der Bank sprechen und darum bitten, informiert zu werden, wenn der Vater oder die Mutter eine hohe Summe abheben will. Und darüber sprechen, welche Vorsichtsmaßnahmen man noch treffen kann.“

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Rudi Cerne träumt regelmäßig von missratener Kür

Ehemaliger Eiskunstläufer wacht vor schwierigen Sprüngen auf – Rennfahrer Jochen Rindt war der Held seiner Jugend

Osnabrück. Rudi Cerne (61), TV-Moderator und früherer Eiskunstläufer, wird auch nach Jahrzehnten noch von seiner Sportkarriere in den Schlaf verfolgt: „Ziemlich regelmäßig, etwa einmal im Quartal, träume ich von einer missratenen Kür“, sagte Cerne der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Dann stehe ich in meinem gesetzten Alter mit drei, vier Kilo zu viel auf dem Eis und kann überhaupt nicht mit diesen jungen Hüpfern mithalten. Gott sei Dank wache ich dann immer auf, bevor die schwierigen Sprünge kommen.“

Mit dem Eiskunstlauf verglich Cerne auch die Moderation des ZDF-Klassikers „Aktenzeichen XY…ungelöst“, den er seit 18 Jahren präsentiert: „Das ist ein 90-minütiger Live-Auftritt, davor bin ich unruhig wie vor einer wichtigen Kür, und danach bin ich auch durchgenudelt. Aber so eine Sendung hängt man nicht einfach wie einen Anzug in den Schrank. Natürlich gibt es immer wieder Fälle, die mich stark beschäftigen, vor allem, wenn Kinder die Opfer sind. Wenn in der Sondersendung „Wo ist mein Kind?“ Angehörige im Studio auftreten, denen man die extreme Verzweiflung anmerkt und für die wir große Hoffnungsträger sind, ist das eine besonders emotionale Situation. Wie beim Fall Maddie McCann, deren Eltern ich persönlich kennengelernt habe. Das war sehr bewegend.“

Zwar stand Cerne schon als Kind auf dem Eis, Idol seiner Jugend sei jedoch ein Rennfahrer gewesen, sagte er: „Jochen Rindt war mein Held, aber auch Joakim Bonnier, Jim Clark und Graham Hill, das waren richtig elegante Männer, die habe ich bewundert. Aber als Jochen Rindt vor 50 Jahren tödlich verunglückte, hatte ich die Nase voll von Autorennen, das hat mich sehr berührt damals.“ Rindt war am 5. September 1970 beim Training zum Großen Preis von Monza tödlich verunglückt.

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