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Sensoren erkennen „kranke“ Weichen

von redaktion

Deutsche Bahn rüstet 28.000 Weichen auf – Defekte sollen schneller behoben werden – Hörbuchreihe ZUGhören berichtet über Weichenwerk in Witten

In Witten stellt die Deutsche Bahn Weichen für ihr Schienennetz her. (Foto: Markus Wetterauer)In Witten stellt die Deutsche Bahn Weichen für ihr Schienennetz her. (Foto: Markus Wetterauer)

(firmenpresse) – Weichen sind tonnenschwere Ungetüme aus Stahl. Weichen sind aber immer öfter auch vollgestopft mit Elektronik. Denn anders als früher werden die meisten Weichen heute nicht mehr von Hand gestellt, sondern vom Stellwerk aus flugs fernbedient. So können Züge schnell das Gleis wechseln – falls die Weiche funktioniert. Denn kaputte Weichen legen den Bahnbetrieb lahm. Deshalb hat die Deutsche Bahn jetzt ein System entwickelt, wie Defekte an Weichen früh erkannt werden können: mit einer Art „Weichen-EKG“.

Dabei machen sich die Techniker den Elektro-Antrieb zunutze, der die Weichen hin und her stellt. Mit einem Sensor messen sie den Strom, den der Antrieb benötigt. Funktioniert die Weiche nämlich nicht mehr richtig, braucht der Antrieb mehr Kraft, um sie zu stellen. Dazu braucht er mehr Strom. Misst der Sensor also einen höheren Stromverbrauch an einer Weiche, schrillt bei den Technikern der Alarm. Dann können sie die Weiche reparieren, bevor sie vollends kaputt geht.

Die DB hat nach eigenen Angaben bundesweit 28.000 ihrer über 67.000 Weichen mit Sensoren für die Fern-Diagnose ausgerüstet. Dafür gab sie 66 Millionen Euro aus. Um das Weichen-EKG noch zu verbessern, sollen Sensoren künftig auch die Weichen-Heizungen, das Material und die Lage der Weichen kontrollieren.

Die meisten Weichen im deutschen Eisenbahn-Netz werden in Witten im Ruhrgebiet geschmiedet – und das seit 150 Jahren. Rund 1.300 Weichen und tausende Weichenteile stellen die Arbeiter jedes Jahr her. Für den Bau der schweren Stahl-Ungetüme setzen sie Maschinen ein, mit denen sie tausendstel Millimeter abfräsen können. Deshalb müssen die Maschinen völlig ohne Erschütterung arbeiten. Wie das geht, und was die Weichenfabrik mit Zahnärzten zu tun hat, darüber berichtet das Eisenbahn-Hörbuch ZUGhören 10 mit Schienengeschichten aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und Westfalen. Die ZUGhören-Hörbücher sind erhältlich im Internet unter www.ZUGhören.de.

ZUGhören 10: Ruhrgebiet, Rheinland, Westfalen, Schienengeschichten fürs Ohr,

75:07 Minuten, Stereo, ISBN 978-3-00-037262-9, www.ZUGhören.de.

Den ZUGhören-Podcast gibt es überall, wo es Podcasts gibt, so bei Apple, Google, Spotify, Deezer und anderen: Anchor, Deezer, Spotify, Apple, Google, Pocket Casts, Breaker.

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ZUGhören ist eine Hörbuch-Reihe zum Thema Eisenbahn. Sie besteht aus zwölf CDs mit Reportagen, Berichten und Interviews. Sie berichten über Bahn-Themen aus verschiedenen deutschen Regionen.

Die Reihe richtet sich sowohl an Eisenbahn-Fans als auch an regionalgeschichtlich oder verkehrspolitisch Interessierte. Egal ob aktuelle Trends oder Geschichte, Deutsche Bahn oder Privatbahnen, Güter- oder Personenverkehr – ZUGhören bemüht sich, für alle etwas zu bieten. Besonders eignen sich die Schienengeschichten auch für blinde und sehbehinderte Menschen.

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